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Zukunft der Oper: Sozialliberale halten Ausgaben im dreistelligen Millionenbereich für nicht vertretbar

Oper Bonn

Die Zukunft der Oper ist weiterhin unklar. Wurde vor einigen Monaten noch eine Instandsetzung favorisiert, scheint nun auch ein Neubau in Frage zu kommen. Nachdem die Stadt einen externen Gutachter eingeschaltet hat, hat dieser nun eine Kostenprognose für die verschiedenen Varianten vorgelegt. Die Kosten belaufen sich demnach auf einen Betrag zwischen 130 und 169 Millionen Euro. Die Sozialliberalen halten Ausgaben im dreistelligen Millionenbereich angesichts der angespannten Haushaltslage für nicht vertretbar.

Von Politik und Verwaltung wurde es jahrelang versäumt, dringend notwendige Investitionen in den Erhalt der Bausubstanz städtischer Gebäude zu tätigen. Inzwischen befinden sich viele Schulen, Schwimmbäder und Kultureinrichtungen in einem desolaten Zustand und weisen einen hohen Sanierungsstau auf. Die Probleme bei der Instandsetzung der Beethovenhalle zeigen, dass die Kosten bei Sanierungen von Nachkriegsbauten unkalkulierbar werden, wenn Maßnahmen zu lange aufgeschoben werden.

Auch die Bonner Oper hat bereits bessere Zeiten erlebt. Der Bau aus den 1960er Jahren genügt in vielerlei Hinsicht nicht mehr heutigen Qualitätsansprüchen und weist zudem zahlreiche sicherheitsrelevante Probleme wie etwa Brandschutzmängel auf. Um die Kosten für die Instandsetzung beziffern zu können, wurde von der Stadt die Firma actori eingeschaltet. Die Gutachter haben jedoch nicht nur die Sanierungskosten einer Instandsetzung untersucht, sondern ebenfalls andere Möglichkeiten geprüft, u. a. die Zusammenlegung von Oper und Theater und Neubau eines Mehrspartenhauses. Je nach Variante liegen die Kosten zwischen 130 Millionen Euro für die Instandsetzung der Oper und 169 Millionen Euro für den Neubau eines Mehrspartenhauses am jetzigen Standort.

„Durch die angespannte Haushaltslage mussten in anderen Bereichen bereits schmerzhafte Einschnitte vorgenommen werden. Angesichts des maroden Zustands vieler Schulen und Schwimmbäder, einem an seine Kapazitätsgrenzen stoßenden öffentlichen Nahverkehr oder bezahlbaren Wohnraum halten wir Ausgaben von deutlich über 100 Millionen Euro für unverantwortbar", kommentiert Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen, die Ergebnisse des Gutachtens. „Wir sprechen uns bereits seit langem für die Schließung der Oper aus. Hierdurch könnten nicht nur Sanierungskosten, sondern auch die jährlichen städtischen Zuwendungen in achtstelliger Höhe eingespart werden. Sollte die Stadt das Vorhaben tatsächlich umsetzten, befürchten wir mit Blick auf die Auseinandersetzungen in der Bäderdebatte, dass das nächste Bürgerbegehren nur eine Frage der Zeit ist", so Kopinski weiter.


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Kommentar von _Bernhard am 24.09.2018; 08:59:27 Uhr

"deutlich über 100 Millionen" wäre schön. Wie WCCB, Haus der Bildung, Beethovenhalle und andere Projekte gezeigt haben wird sich die Summe mindestens verdoppeln. 300 Millionen sind da gar nichts. Schon jetzt kürzt der OB in allen anderen Kulturbereichen zu Gunsten der Oper. Das wird sich weiter verstärken und den Schuldenstand Bonns weiter hoch treiben. Dazu muss man kein Prophet sein um zu wissen, dass dann der schon jetzt marode Haushalt auch Ausgaben in Infrastruktur und die im Text erwähnten Bereiche verbieten wird. Hauptsache einige wenige müssen nicht nach Köln fahren. DAS wäre unzumutbar! Die Schwampel macht das schon.

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