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Zu wenige Busse während Bauarbeiten am Streckennetz – Sozialliberale fordern vollwertigen Ersatzverkehr

Schienenersatzverkehr

Neben Preis und Komfort ist die Zuverlässigkeit ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs. Zu einem zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr gehört auch, dass sich die Fahrgäste darauf verlassen können, dass alle Fahrten wie geplant durchgeführt werden. Wenn der Betrieb eingestellt werden muss, z. B. der Straßenbahnbetrieb aufgrund von Bauarbeiten am Streckennetz, müssen die Stadtwerke Bonn dafür sorgen, dass Ersatzverkehre mit gleichen Kapazitäten bereitgestellt werden. Dies ist in den vergangenen Jahren leider nicht geschehen.

Der Versuch, je zwei Bahnfahrten durch einen Gelenkbus zu ersetzen, führte zu massiven Überfüllungen im gesamten Tagesverlauf. Zudem entstanden durch längere Standzeiten beim Fahrgastwechsel sowie durch Staus hervorgerufene Verzögerungen teilweise erhebliche Verspätungen, sodass zwischen zwei Ersatzbussen Lücken entstanden, in denen nach regulärem Fahrplan drei Straßenbahnen gefahren wären.

Mit dem heutigen Montag beginnt wieder der fast schon traditionelle Sommerferien-Ersatzverkehr auf den Linien 61 und 62 nach Dottendorf. Und wie in den Vorjahren wird der Takt halbiert und lediglich während des morgendlichen Berufsverkehrs adäquater Ersatz sichergestellt. Dabei ist es gerade zwei Monate her, dass die Verwaltung zu unserem Antrag erklärte, dass die Taktdichte „grundsätzlich" nicht reduziert werde. Bei dieser offensichtlichen Realitätsverleugnung muss man davon ausgehen, dass der Stadtrat für dumm verkauft werden soll.

„Ein vollwertiger Ersatz von ausfallenden Straßenbahnfahrten durch Busse sollte ein Minimum für einen zumutbaren Ersatzverkehr darstellen. Im Optimalfall müsste die geringere Zahl von Bussen durch eine Verdichtung der Verbindungen aufgefangen werden", kritisiert Valentin Brückel, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialliberalen.

„Zudem setzt die aktuelle Praxis betriebswirtschaftliche falsche Anreize. Die rudimentäre Bereitstellung von Ersatzverkehren ist für die Stadtwerke Bonn deutlich zu kostengünstig. Wenn die Stadtwerke verpflichtet wären, einen vollwertigen Ersatz zu schaffen, der vermutlich nur durch den Einsatz von Leihfahrzeugen und zusätzlichem Personal geleistet werden könnte, würden Anreize geschaffen, Vollsperrungen zu vermeiden und den Bahnbetrieb zumindest eingeschränkt aufrechtzuerhalten", so Brückel weiter.

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