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Umweltzonen als Luftnummer gehören abgeschafft

Umweltzone

Mit großen Erwartungen wurde vor wenigen Jahren in zahlreichen deutschen Städten die Umweltplakette eingeführt und Umweltzonen ausgewiesen. Ziel der Umweltplakette war es, die Feinstaub- und Stickstoffbelastung der Bevölkerung zu senken. Eine neue Studie des Fraunhofer-Institut beweist nun, dass die Umweltzonen nicht dazu geführt haben, die Schadstoffbelastung zu senken, sondern sogar den gegenteiligen Effekt bewirken. Aus diesem Grund beantragt die Fraktion „Die Sozialliberalen", die Umweltzonen abzuschaffen und stattdessen wirksame Instrumente zur Verringerung von Schadstoffemissionen zu entwickeln.

Als 2012 von der Bezirksregierung Köln beschlossen wurde, das Bonner Innenstadtgebiet als Umweltzone auszuweisen, war die Hoffnung groß, damit die Feinstaub- und Stickstoffbelastung der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu senken. Zwei Jahre später wurden die Auflagen für Fahrzeughalter sogar noch einmal verschärft. Seitdem dürfen auf den Straßen des Innenstadtgebiets nur Fahrzeuge fahren, die die Euronorm erfüllen (Dieselfahrzeuge: Euro 4 oder Euro 3 inkl. Partikelfilter; Benzinfahrzeuge: Euro 1 mit geregeltem Katalysator).

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie des Fraunhofer Instituts stellt nun jedoch die Wirksamkeit von Umweltzonen in Frage. Zwar sei die Feinstaubbelastung in den untersuchten Städten gesunken, da ältere Fahrzeuge mehr Rußpartikel ausstoßen, jedoch sei gleichzeitig der Stickstoffausstoß gestiegen, da neuere Modelle generell mehr Stickstoff ausstoßen. Laut den Forschern handelt es sich um ein Plus von zwei Prozent.

„Leider hat die Einführung von Umweltzonen offensichtlich nicht dazu geführt, die Schadstoffbelastung von Mensch und Umwelt nachhaltig zu senken, sondern sogar den gegenteiligen Effekt bewirkt. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, noch länger an Umweltzonen festzuhalten", kommentiert Sebastian Kelm, Stadtverordneter der Fraktion „Die Sozialliberalen", die Erkenntnisse der neuen Studie.

„Die Stadt sollte nicht länger die falschen Instrumente für die richtigen Ziele verwenden. Die Forscher haben in ihrer Studie auf wirksame Möglichkeiten verwiesen, um die Schadstoffemissionen zu senken: die Verbesserung des Verkehrsflusses. So liegt der Stickstoffausstoß bei flüssigem Verkehr zwischen 30 und 55 Prozent niedriger als bei 'Stopp and Go'. Die Stadt muss endlich ein tragfähiges Verkehrskonzept entwickeln und dafür sorgen, dass es nicht mehr zu so vielen Verzögerungen beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur kommt", so Kelm weiter.

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