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Ultimative Playlist für die Fahrt zum Zentralbad

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Trotz anderslautender Behauptungen der Zentralbadbefürworter verlängert sich die durchschnittliche Fahrzeit zum geplanten Schwimmbad bei gleichzeitiger Schließung von Franken- und Kurfürstenbad. Wie man an Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen beobachten kann, verfolgen Reisende unterschiedliche Strategien, um die lästige Wartezeit zu überbrücken. Manche lesen, anderen spielen auf ihren Mobilgeräten, wieder andere hören Musik.

Um den Schwimmfreunden die zusätzliche Fahrzeit zum Zentralbad möglichst komfortabel zu gestalten, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und mit den führenden Experten der internationalen Musikszene eine ultimative Playlist zusammengestellt. Durch die Auswahl von mehr als 35 Songtitel bietet diese Zusammenstellung mehr als 90 Minuten reinstes Musikvergnügen. Somit ist sichergestellt, dass die anreisenden Schwimmerinnen und Schwimmer sich auch dann noch an musikalischen Ohrenschmaus erfreuen können, falls die Anreise länger als geplant dauern sollte.

Für einige mag es überraschend sein, aber viele der in der angesagtesten Playlist des Jahres vertretende Künstler haben sich Gedanken über das geplante Bad gemacht und diese teilweise in ihren Songs verarbeitet.

Erwartungsgemäß kritisieren viele Musiker in erster Linie die längere Entfernung zum geplanten Zentralbad, sobald die schnell zu erreichenden Bäder in der Nordstadt und in Bad Godesberg geschlossen werden bzw. bleiben. Auf diesen Umstand beziehen sich beispielsweise Dire Straits mit „So far away ", Slade mit „Far far away " oder Yael Naim mit „Far far ". Noch weiter gehen sogar Yes, die in ihrem Titel „Long distance runaround " zur Vorsicht mahnen, sich auf dem Weg von den Stadtteilen zum Zentralbad nicht zu verlaufen. Maroon5 „Maps " raten aus diesem Grund dazu, auf jeden Fall Karten zur Orientierung zu nutzen.

Im Gegensatz dazu machen The Proclaimers in ihrem Hit „I'm gonna be (500 miles) " klar, dass Entfernungen zum nächstgelegenen Schwimmbad für sie offensichtlich kein stichhaltiges Argument sind. Sie würden sogar 500 Meilen fahren, um den Annehmlichkeiten des neuen Luxus-Schwimmbades in Bonn zu genießen und gehören damit zu den enthusiastischen Schwimmbadbefürwortern. Unklar ist bislang, ob dieses Beispiel Schule macht. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass die Stadtwerke Bonn bei ihren Planungen mit einem ähnlichen Einzugsgebiet gerechnet haben, um auf die Zahl der prognostizierten Besucherzahlen zu kommen.

Unterschiedliche Ansichten gibt es in der Frage, welches Verkehrsmittel geeignet ist, um die längere Anfahrt zum Zentralbad zurücklegen zu können. Pragmatisch zeigt sich Fats Domino, der in „I'm walking " klarstellt, dass für ihn nur der Weg zu Fuß in Frage kommt. George Michael „Cars and trains " ist hinsichtlich der Wahl des Verkehrsmittels gleichgültig, wohingegen Creedence Clearwater Revival mit ihrer Instrumental-Version von „Side of the road " jegliche Festlegung vermeiden und lieber überhaupt nichts sagen.

Im Gegensatz dazu vertrauen Queen „Bicyle race " und Katie Melua „9 million bicycles " lieber auf ihr Fahrrad. Zu viele Besucherinnen und Besucher dürften jedoch wohl nicht mit dem Fahrrad kommen, denn im Fall der Fälle müssten wohl einige der fast 400 Kfz-Parkplätze zusätzlichen Fahrradstellplätzen weichen, was in der Autofahrerstadt Bonn wahrscheinlich nur schwer zu vermitteln wäre.

Hierfür würden auch Tracy Chapman „Fast car ", Canned Heat „On the road again " oder The Beatles „Drive my car " nur wenig Begeisterung zeigen. Wahrscheinlich wird auch die Warnung von Jimi Hendrix „Crosstown traffic ", dass man zu Stoßzeiten in Bonn des Öfteren im Stau steht, nur wenige autobegeisterte Schwimmbadbesucher dazu bringen, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Roxette „Sleeping in My Car " berichten sogar davon, dass die Verkehrssituation in Bonn teilweise so schlimm sein soll, dass man die Nacht im Auto verbringen musste - hierbei soll es sich laut Oberbürgermeister jedoch um einen seltenen Einzelfall und keineswegs um die Regel handeln. Im Stau werden übrigens auch die Busse stehen, die Schulkinder zum Schwimmunterricht ins Zentralbad bringen sollen. Um die Wartezeiten im Bus zu überbrücken, haben The Kooks sich nicht lumpen lassen und mit „Bus Song " die inoffizielle Hymne für die anreisenden Schulkinder komponiert.

Umweltfreundlicher sind ACDC „Rock 'n Roll train " und The Doobie Brothers „Long train running " unterwegs, die mit dem Zug bis zum UN-Campus fahren werden. Doch leider kommt es aufgrund des unterfinanzierten Öffentlichen Nahverkehrs in Bonn regelmäßig zu Zugausfällen und Verspätungen, worauf Flash and the Pan „Waiting for a train " ebenso hinweist wie Iggy Pop „Passenger ", der die Probleme sogar noch konkretisiert: „I am passenger. And i ride, and I ride, I ride through the city's backside."

Zwar soll die Situation im Öffentlichen Nahverkehr in den nächsten Jahren durch Millioneninvestitionen in Straßenbahnen verbessert werden. Wie das Schicksal es soll will, wird hierdurch jedoch eine solide Finanzierung des Zentralbades durch erhofften Vorteil mittels eines steuerlichen Querverbunds innerhalb der Stadtwerke gefährdet. Hierauf spielt Steve Winwood „Split Decision " an und kritisiert, dass vom Oberbürgermeister keine Prioritäten gesetzt werden und er lieber zwei halbe als eine ganze Sache macht.

Weil zwei Hallenbäder durch ein Hallenbad ersetzt werden soll, steigt die durchschnittliche Anfahrtszeit zum nächstgelegenen Hallenbad. Da die kinderreichsten Stadtteile im Bonner Norden und Süden liegen, sind unsere jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürger besonders von den Veränderungen betroffen. Dass Kinder zukünftig nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Schwimmbad fahren können, stößt auch The Cars sauer auf, die die berechtige Frage stellen „Who's gonna drive you home? ". Hingegen weist Johnny Ray „Walking in the rain " darauf hin, dass der Komfort bei der Anreise zum Zentralbad bei ungünstigen Witterungsbedingungen leiden könnte.

Auch die Frage nach den Kosten und der Finanzierung des geplanten Schwimmbads beschäftigt die Künstler. So bezweifelt Jessi J „Price Tag ", dass an dem Neubauvorhaben letztendlich ein Preisschild von „lediglich" 60 Millionen Euro hängen wird und bemängelt die Darstellungen der Zentralbadfreunde im Wahlkampf: „I wonder how they sleep at night when the sale comes first and the truth comes second". Sollte das Schwimmbad wie erwartet teurer als geplant werden, hat Fleetwood Mac „Shake Your Moneymaker " bereits eine Ahnung, wo das zusätzliche Geld hergeholt werden wird. Sollte der Oberbürgermeister also nicht noch andere Geldquellen finden, wie Kanye West und Jamie Foxx im Song „Gold Digger " vorschlagen, müssen wohl die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Steuern die Zeche zahlen. The Notorious B.I.G. „Mo Money, Mo problems " weiß ohnehin, dass der Einsatz von mehr finanziellen Mitteln auch mehr Probleme mit sich bringen wird. Ob es tatsächlich nur „99 problems " sein werden, wie Jay Z prophezeit, darf angesichts der Probleme bei anderen Großprojekten in Bonn bezweifelt werden.

Sowohl die Band Kinks „Demolition " als auch Los Saicos „Demoler " kritisieren das Fehlen von alternativen Schwimmbadkonzepten und haben folgenden Vorschlag: Statt das Kurfürstenbad zu sanieren, soll es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Auf einen Punkt, der mit dem Bau des Zentralbades nicht direkt etwas zu tun hat, macht Ray Charles mit der Zeile „Hit the Road Jack and don't you come back no more, no more, no more" seines Songs „Hit the road Jack " aufmerksam. Nämlich dass Ashok-Alexander Sridharan, der unter seinen Kniffel-Freunden besser unter dem Spitznahmen „Jack" bekannt ist, mit dem Bau des Zentralbades gerne bei den Wählerinnen und Wählern punkten möchte und somit im Bürgerentscheid unter einem gewissen Druck steht. Für Charles steht fest, dass „Jack" bei der nächsten OB-Wahl wohl gar nicht mehr anzutreten bräuchte, wenn er mit seinen Plänen scheitern sollten.

Bis zum nächsten Wochenende heißt es für die Bonnerinnen und Bonner „The choice is yours ", aber man sollte sich mit der Stimmabgabe beeilen, denn es läuft der „Final Countdown ". Wie auch immer sich die Wählerinnen und Wähler entscheiden sollten, die eine Seite hält es wohl weiterhin wie Led Zepplin und sieht im Zentralbad ein „Stairway to heaven ", für die andere Seite ist das Zentralbad jedoch den „Highway to hell ".

Die komplette Playlist kann man hier anhören und mit den entsprechenden Programmen auch herunterladen.

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