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Stadtrat verweigert Überlegungen zu alternativen Schwimmbadplänen nach dem Bürgerbegehren zum Kurfürstenbad

© Stefan Solf (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Jamaika-Fraktionen haben sich in der Ratssitzung im Oktober entschieden, Kurfürsten- und Frankenbad zu schließen und dafür ein neues, großes Zentralbad in Kessenich zu errichten. Mittlerweile wurde ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Kurfürstenbades initialisiert. Die Sozialliberale Fraktion bemängelt die geplante Lage des neuen Bades, weil die kinderreichsten Stadtbezirke nicht Kessenich, sondern Tannenbusch und Mehlem sind.

Um Planungsvarianten für den Fall eines erfolgreichen Bürgerbegehrens zum Erhalt des Kurfürstenbades zu entwickeln, beantragte die Sozialliberale Fraktion in der Ratssitzung am 08.12.2016 mögliche alternative Standorte für ein Zentralbad im Bonner Norden zu evaluieren.

Die Überlegungen der Sozialliberalen sehen einen Neubau anstelle der Sanierung des Kurfürstenbades in Bad Godesberg vor. Dazu erklärt Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen im Rat der Stadt Bonn: „Es mach wenig Sinn, Millionen in die Sanierung einer Jahrzehnte alten Ruine zu investieren, wenn man für das gleiche Geld ein neues Hallenbad bekommt. Auf diese Weise würden sich die Heizkosten sogar um 70% senken lassen."

Außerdem wollen die Sozialliberalen mit einem weiteren Neubau den Wegfall des Frankenbades kompensieren. Kopinski dazu: „Für ein großes Bad in der Altstadt fehlt der Platz. Wir sind uns auch nicht sicher, wie wichtig den Menschen im Veedel ihr Frankenbad als Sportstädte ist. Die meisten Bürger scheinen das Frankenbad vor allem wegen des Vorplatzes als soziokulturellen Treffpunkt zu schätzen. Warum also nicht das Frankenbad nach Norden verlagern und dort deutlich vergrößern, wo der kinderreichste Stadtteil Tannenbusch liegt? In Bonner Norden lässt sich bezahlbarer Baugrund finden."

Enttäuscht sind die Sozialliberalen von der Sturheit, mit der bislang jede Alternativplanung im Stadtrat abgebügelt wird. „Man hat sich eine Strategie gegeben und von diesen Plan möchte man unter keinen Umständen abweichen. Selbst auf das Bürgerbegehren der Initiative ‚Kurfürstenbad bleibt', möchte man nicht reagieren. Wir befürchten, diese Sturheit ist ein Vorbote der Kommunikationsstrategie, die man im Falle eines Bürgerbegehrens fahren will. Den Bonnern wird erklärt, ihr neues, tolles Zentralbad werde durch die Sanierung des Kurfürstenbades gefährdet. Dadurch werden die Erfolgsaussichten des Bürgerbegehrens natürlich deutlich geschmälert.", führt Kopinski weiter aus.

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