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Sportentwicklungsplan: Investitionsbedarf bei Sporthallen beläuft sich auf 50 Millionen Euro

Sportplatz

Kürzlich wurde von einem Expertenteam das Gutachten zur Sportentwicklung in Bonn vorlegt, in dem Sporttreibende, Sportvereine und Schulen zu verschiedenen Aspekten befragt und der Zustand der Bonner Sportstätten systematisch erfasst wurde. Insgesamt fällt das Fazit durchwachsen aus. Zwar sind die Bürgerinnen und Bürger mit dem Sportangebot im Großen und Ganzen zufrieden, Sportvereine und Schulen bemängeln jedoch eine unzureichende Verfügbarkeit und den schlechten Zustand vieler Sportstätten.

„Es ist erfreulich, dass ein Großteil der Bonnerinnen und Bonner regelmäßig Sport treibt und das Sportangebot überwiegend als zufriedenstellend bewertet. Bedauerlich ist jedoch, dass ausgerechnet bei den beliebtesten Sportarten, Schwimmen und Radfahren, nicht genügend Angebote zur Verfügung stehen. Mit Blick auf den desolaten Zustand vieler Schwimmbäder und die Versäumnisse beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur ist dies nur allzu verständlich", so Sebastian Kelm, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

Im Gegensatz zu den Sporttreibenden bewerten Sportvereine und Schulen die Gesamtsituation im Bonner Sport eher negativ. In erster Linie ist der Unmut auf die unzureichende Verfügbarkeit und den Zustand vieler Sportstätten zurückzuführen. Demnach bemängeln viele Sportvereine und Schulen nicht nur den baulich desolaten Zustand vieler Sportstätten, sondern fehlt es auch an Kapazitäten, um der Nachfrage gerecht zu werden.

„In dem Gutachten wird deutlich, dass die Ratskoalition zu wenig für den Erhalt und die Instandsetzung von Sportstätten getan hat. Es ist nicht hinnehmbar, dass nun Schülerinnen und Schüler unter den Versäumnissen der Politik zu leiden haben. Die Schwimmbäder dienen als mahnendes Beispiel, was passiert, wenn aufgrund jahrelanger Tatenlosigkeit eine Situation entsteht, in der eine Modernisierung nicht mehr wirtschaftlich ist. Dieser Fehler darf sich nicht wiederholen", so Kelm.

Im Sportentwicklungsplan wird nicht nur eine Bestandserhebung vorgenommen, die Gutachter geben der Politik auch Handlungsempfehlungen an die Hand. Eines der dringendsten Probleme sehen die Fachleute in der Behebung des Sanierungsstaus. Da insbesondere viele Sporthallen in einem schlechten Zustand sind, schlagen die Experten Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren vor.

„Die Verwaltung muss nun eine Prioritätenliste ausarbeiten und anschließend schnellstmöglich mit den Planungen zur Beseitigung des Sanierungsstaus beginnen. Wenn im nächsten Jahr wie erhofft Ergebnisse zur Neuausrichtung der Bonner Bäderlandschaft vorliegen, kommt auf das Sportdezernat und das Städtische Gebäudemanagement eine Mammutaufgabe zu, die sie nicht ohne zusätzliche Mitarbeiter bewältigen können", so Kelm weiter.

Obwohl eigens eine Sondersitzung des Sportausschusses anberaumt wurde, um die Ergebnisse des Gutachtens ausführlich diskutieren zu können, wurde die Beschlussfassung zum Sportentwicklungsplan vertagt.

„Es ist zur Unsitte geworden und nicht nachvollziehbar, dass zunehmende wichtige Beschlüsse von der Ratskoalition vertagt werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, dass die Zeit drängt und in einigen Bereichen dringender Handlungsbedarf besteht", so Kelm.

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