Aktuelles
.

Sozialliberale werben für Szenario 7 bei der Oper

Oper Bonn

Ursprünglich sechs genannte Szenarien wurden von der Verwaltung auf zwei Varianten eingegrenzt: Sanierung oder Neubau am bisherigen Standort. Wie es weitergeht, soll nicht nur die Politik, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Ob der Opernbetrieb angesichts der Kosten überhaupt weitergeführt werden soll, wird hingegen nicht zur Debatte gestellt. Aus diesem Grund fordern die Sozialliberalen ein Szenario 7 mit in die Beratungen aufzunehmen, das die Schließung der Oper vorsieht.

Welches Szenario letztendlich realisiert werden soll, sollen auch die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden. Obwohl die Sozialliberalen Bürgerbeteiligung befürworten, können sie sich nicht darüber freuen. Anstatt zunächst erst einmal zu beantworten, ob die Bonnerinnen und Bonner weiterhin jährlich 30 Millionen Euro in die Oper pumpen wollen, halten sich Oberbürgermeister und Verwaltung nicht mit diesen grundsätzlichen Überlegungen auf.

Was passiert, wenn man bereits getroffene Grundsatzentscheidungen über zentrale Infrastruktur vor eine Bürgerbeteiligung stellt, hat sich bei der Debatte über die Bonner Bäder gezeigt. Auch bei der Oper macht eine Bürgerbeteiligung nur Sinn, wenn nicht bereits im Vorfeld feststeht, dass es in Bonn weiterhin eine Oper geben wird. Aus diesem Grund fordern die Sozialliberalen ein Szenario 7 mit in die Beratungen aufzunehmen, dass folgende Eckpunkte umfasst:

• Einstellung des Spielbetriebs der Oper
• Verzicht auf Sanierung oder Neubau des Operngebäudes
• Verkauf des Operngrundstücks
• Sanierung des Schauspielhauses Bad Godesberg

„Der Oberbürgermeister und die Stadt haben aus den Erfahrungen bei der Bürgerbeteiligung über die Bonner Bäder offensichtlich nicht die Schlüsse gezogen, die ich ziehen würde. Es werden die gleichen Fehler wiederholt. Anstatt den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Alternativen zur Auswahl zu stellen, wird die Fragestellung bei dem Beteiligungsverfahren bereits im Vorfeld eingegrenzt. Dabei sollte zunächst beantwortet werden, ob die Bonnerinnen und Bonner überhaupt eine Oper wollen. Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann man sich auf eine Variante festlegen", kritisiert Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen, das geplante Verfahren.

„Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht können die Kosten eines Projektes nur dann beziffert werden, wenn man der Investitionssumme eine quasi Insolvenzmasse gegenüberstellt. Dass der Rat aber offensichtlich nicht einmal genau wissen will, was das Projekt Oper letztendlich kosten wird, ist beachtlich", so Kopinski weiter.


Kommentar zu Sozialliberale werben für Szenario 7 bei der Oper

Kommentar von _Kopfschüttel am 08.11.2018; 14:39:47 Uhr

Tolle Idee! Lasst uns die Stadt noch unattraktiver machen, indem wir noch mehr Kultur verbannen! Bonn muss endlich Schlusslicht werden.

Kommentar zu Sozialliberale werben für Szenario 7 bei der Oper

Kommentar von _Die Sozialliberalen am 08.11.2018; 15:08:19 Uhr

Hallo Kopfschüttel,

wir sind nicht der Meinung, dass die Stadt unattraktiver wird, wenn man die Opernmillionen in Schwimmbäder, den Ausbau des Kita-Angebots, den Ausbau der Fahrradinfrastrukur und des öffentlichen Nahverkehrs investiert. Im Gegensatz zur Oper würden davon alle Bürgerinnen und Bürger profitieren. Übrigens: Wir wollen die kulturelle Einrichtungen keineswegs verbannen, sondern sprechen uns lediglich für eine Neustrukturierung der Kulturförderung aus. Bei der Kulturförderung ist Bonn nämlich keineswegs Schlusslicht, sondern steht bei den Ausgaben im NRW-weiten Vergleich in der Spitzengruppe. Einen Teil der eingesparten Millionen wollen wir für die Förderung der freien Kultur verwenden. Dann müsste beispielsweise auch nicht das Euro Theater Central schließen, dessen finanzielle Unterstützung kürzlich auf Betreiben der Jamaika-Koalition eingestellt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Die Sozialliberalen

Kommentar zu Sozialliberale werben für Szenario 7 bei der Oper?

Kommentar schreiben:





Spam-Schutz

Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Schutz gegen unerwünschte E-Mails (Spam) versehen.

Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe.



.

xxnoxx_zaehler