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Sonderzug „Beethoven“ nach Wien

Sonderzug nach Wien

Bonn, 1. April 2018 Noch am 20. März 2018 hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG über einen Haltepunkt des Nachtzuges Wien – Köln am Bonner Hauptbahnhof eher schleppend verlaufen und die Anbindung der Beethovenstadt am Rhein erst für das 4. Quartal 2019 angedacht ist. Welche Sensation bei den Gesprächen nebenbei vereinbart wurde, wird erst heute bekannt. Auf Anregung der Sozialliberalen im Rat der Stadt können nun alle Bonner und Bonnerinnen, wirklich alle, egal ob groß oder klein, am Beethovenjubiläum teilhaben und sich über das Leben des großen Komponisten vor Ort informieren. „Wien, die Stadt in der Beethoven gelebt und gewirkt hat, darf bei den Programmpunkten im Beethovenjahr nicht fehlen" gab Franz Veit, der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, immer wieder zu bedenken.

Am Geburtstag des Komponisten am 17. Dezember 2019 werden nun Hin- und Rückfahrkarten Bonn – Wien in Höhe von 78,00 € an jeden Einwohner Bonns verschenkt. Gültig sind die Tickets im gesamten Jahr 2020 auf allen Direktverbindungen. Bei der Nutzung der dann sicher wieder direkt verkehrenden Nachtzüge muss lediglich ein Zuschlag von 17,12 € je Strecke entrichtet werden. „Wir Sozialliberalen wollten die Stadtverwaltung sowieso nach Wien schicken, damit sie sich über den dortigen ÖPNV informiert. Gerechter ist es aber, wenn alle Bonner dorthin reisen dürfen, um sich einen eigenen Eindruck verschaffen zu können", kommentiert Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

Zusätzlich zu den regulären Verbindungen wird von der Bahn der Sonderzug „Beethoven" eingesetzt, welcher planmäßig in Bad Mergentheim, München, Augsburg und Regensburg Halt machen wird, um den Fahrgästen Führungen an Beethovens Wirkungsstätten aus dem Jahre 1787 zu ermöglichen. Die Kosten für die Reiseaktion halten sich nach Bonner Maßstäben mit nur 25 Millionen Euro in Grenzen. Das Geld ist zwar nicht vorhanden, wird aber zunächst aus dem Bauetat der Beethovenhalle genommen, der ja bekanntermaßen nach oben offen ist. Dr. Carsten Euwens, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, kommentiert: „Peanuts!".

Zudem rechnet die Verwaltung ob des guten Angebots bereits 2019 mit einem regen Zuzug nach Bonn, so dass die Fahrkartenkosten sich allein aus den zukünftigen Steuerzahlungen refinanzieren. Zunächst war erst 2021 nach Fertigstellung des neuen Schwimmbades mit einer Erhöhung der Einwohnerzahl gerechnet worden. Verwaltungskritiker fürchten allerdings, dass die Neubürger den sowieso knappen Wohnraum weiter verringern und wollen den Reiseanspruch auf alle Bonner Bürger und Bürgerinnen beschränken, die bereits am 1. April 2018 ihren ersten Wohnsitz in Bonn haben. Das geht nach Ansicht des Stadtverordneten Sebastian Kelm gar nicht: „Dann bauen wir eben die Beethovenhalle zu Wohnungen aus, wenn so viele Menschen aus Liebe zu dem größten Sohn der Stadt hier auch wohnen und kostenlos nach Wien fahren wollen."

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