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Offener Brief: Thema verfehlt, setzen, Sechs, Herr Heedt!

Felix Kopinski

Vergangenen Sonntag hatte ich einen Text verfasst, der den Zusammenhang zwischen dem vom OB angedachten Schwimmbadneubau in Bad Godesberg und den Wünschen der Fachhochschule, sich in der Kurfürstlichen Zeile anzusiedeln, erörtert. Das ehemalige Kurfürstenbad inbegriffen. Dieser Idee des OB steht leider noch die langjährige Bürgerbeteiligung im Zuge der Bäderdebatte entgegen, in der es eigentlich auch noch um einen Neubau des Kurfürstenbades gehen müsste, würde man es mit der vorherigen Bürgerbeteiligung zur Bäderlandschaft hundertprozentig ernst nehmen.

https://bundesstadt.com/diskussion/cyber-hochschule-bad-godesberg/

Nun meldet sich der Bezirksverordnete Heedt aus Bad Godesberg zu Wort und unterstellt mir Unkenntnis, um dann zu einem völlig anderen Sachverhalt zu referieren. Eigentlich könnte mir dies herzlich egal sein, wenn Herr Heedt wenigstens bei der Wahrheit bleiben würde.

"Herr Kopinski hat mit seinem Artikel über den Zusammenhang zwischen der Hochschulansiedlung in Bad Godesberg und dem Kurfürstenbad aus Unkenntnis der wahren Abläufe leider die falschen Schlüsse gezogen und stellt somit auch falsche Kausalitäten dar."

https://bundesstadt.com/diskussion/cyber-hochschule-bad-godesberg/

Es folgt eine wortreiche Selbstbeweihräucherung, wie die Fachhochschule überhaupt auf Bad Godesberg als Standort kam. Nur Herr Heedt und seiner FDP sei dies zu verdanken.

Nur: Dies war überhaupt nicht das Thema meines Beitrages. Ich hatte über das Problem geschrieben, eine große Bürgerbeteiligung zur gesamten Bäderlandschaft in Bonn zu starten und dann, aus Zeitdruck, mit einem Vorschlag zum Badneubau auf der Rigalschen Wiese vorzupreschen. Hier zeichnet sich nämlich ein Widerspruch ab. Eventuell sollte Herr Heedt nochmal meinen Text lesen, ehe er mir Unkenntnis vorwirft.

Dann behauptet Herr Heedt:

"Als der Initiator der Idee war ich an allen Akquisitionsgesprächen beteiligt."

Dies entspricht nicht der Wahrheit. Im Januar 2019 hatte der Oberbürgermeister die Fraktionsvorsitzenden zu einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung geladen, bei der auch der Rektor der Fachhochschule anwesend war. Es ging um einen "Letter of Intent" von der Stadt an die FH, in dem die Absicht erklärt wurde, die FH in Bonn bzw. in der Kurfürstlichen Zeile anzusiedeln. Dazu wollte sich der Oberbürgermeister zuvor der Zustimmung der Fraktionsvorsitzenden sichern. Alles zuvor war nämlich nur unverbindliches Gerede im Hinterzimmer gewesen.

Aber Herr Heedt ist überhaupt kein Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Bonn. Und deshalb hat Herr Heedt auch in einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung auch nichts zu melden. Er war also gerade eben nicht "an allen Akquisitionsgesprächen beteiligt".

Dann versucht Herr Heedt mir etwas zu unterstellen, was ich an keiner einzigen Stelle jemals behauptet habe:

"Da die Initiative zum Bürgerentscheid über das Kurfürstenbad aus der Bürgerschaft kam, ist auch nur der kleinste Hauch einer Vermutung, die Hochschule oder irgendwer aus der Politik habe die Schließung des Kurfürstenbads zur Vorbereitung einer Hochschulansiedlung hintertrieben, falsch und bar jeder Grundlage."

Diese Theorie hatte ich nie vertreten. Auch in meinem Text vom Sonntag nicht. Aber eventuell fühlt sich da wohl jemand ertappt? Man nennt es auch "überspezifisches Dementi".

Lieber Herr Heedt, es ist niemals eine gute Idee, nicht die Wahrheit zu sagen und damit dann noch andere anzugreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Kopinski

Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen Fraktion im Rat der Stadt Bonn

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