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Millionensubventionen für die Hochkultur beenden!

 Die Stadt Bonn drückt ein unvorstellbarer Schuldenberg, der dazu geführt hat, dass die Stadt in den vergangenen Jahren einige Male fast in den Nothaushalt gerutscht ist. Der GAU konnte zwar knapp verhindert werden, nichtsdestotrotz hat die anspannte Haushaltslage dazu geführt, dass in vielen Bereichen Gelder eingespart werden mussten und notwendige Investitionen aufgeschoben wurden. Das Ergebnis dieser Sparpolitik ist, dass sich der Zustand der ohnehin schon sanierungsbedürftigen städtischen Infrastruktur weiter verschlechtert hat. Am Franken- und Kurfürstenbad lässt sich sehr gut veranschaulichen, welche Mechanismen in Kraft treten, wenn der Sanierungsstau zu groß wird.

Doch nicht nur die Schwimmerinnen und Schwimmer haben unter den Auswirkungen zu leiden, sondern auch viele andere Bonnerinnen und Bonner – jung wie alt und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus stammend. Viele Bürgerinnen und Bürger mussten in den letzten Jahren bereits ihren Beitrag leisten, dass entweder mehr Gelder (z. B. in Form von Gebührenerhöhungen) in die Stadtkasse fließen oder weniger für Leistungen der Daseinsvorsorge ausgegeben werden musste.

Anstatt Maßnahmen zu ergreifen, von denen viele Menschen betroffen sind, hätte die Stadt auch andere Möglichkeiten gehabt, den Haushalt zu konsolidieren: Nämlich zunächst die großen finanziellen Aufwendungen in den Blick zu nehmen. Wenn man staatliche Pflichtleistungen (z. B. Wohngeld) außen vor lässt, so gibt es gibt es einen Bereich, der Bonn mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag besonders teuer zu stehen kommt:nämlich die Hochkultur, speziell die Bonner Oper.

Nach wie vor verschlingt die Oper und das Beethoven-Orchester einen erheblichen Teil des jährlichen Kulturetats. Bislang wurde seitens der Stadt nicht nur darauf verzichtet, im Bereich der Hochkultur zu sparen, sondern werden laut Haushaltsplan die Subventionen in den kommenden Jahren sogar weiter ansteigen. Ganz zu schweigen von den weiteren Kosten, die von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gestemmt werden müssen: die bereits jetzt aus dem Ruder laufenden Ausgaben für die Sanierung der Beethoven-Halle sowie die Gelder für die beabsichtigte Instandsetzung der Oper. Ironischerweise werden dort nicht die gleichen Maßstäbe wie bei Franken- und Kurfürstenbad angelegt, indem kritische hinterfragt wird, ob eine Sanierung wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Sozialliberalen fordern, dass die Ausgaben für die Hochkultur auf ein erträglich, finanziell leistbares Maß begrenzt werden. Mit den eingesparten Mittel kann nicht nur der horrende Schuldenberg abgetragen werden, sondern können auch endlich dringend notwendige Modernisierungen der maroden Schulgebäude, der Ausbau der flächendeckenden Kinderbetreuung und die Sanierung von Sportanlagen und Spielplätzen vorgenommen werden.

 

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