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Kostenfreie Fahrradmitnahme im ÖPNV muss auch mit Sozialticket möglich sein

Fahrradabteil

Fahrgäste mit Semester- und Jobtickets sowie mit Zeitfahrkarten können werktags ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen in öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei ihr Fahrrad mitnehmen. Im Gegensatz müssen Personen, die ein Sozialticket über den Bonn-Ausweis beziehen, ein Extraticket ziehen, wenn sie ihr Fahrrad in Bussen oder Bahnen transportieren wollen. In einem Antrag fordern die Sozialliberalen die Verwaltung dazu auf, mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg in Verhandlungen zu treten, um diese Ungleichbehandlung zu beenden.

Erfreulicherweise sind die Fahrgastzahlen von öffentlichen Verkehrsmitteln in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Wenn Anschlussverbindungen schlecht getaktet sind und es zu längeren Wartezeiten kommt, legen Fahrgäste die restlichen Meter bis zum Ziel oftmals mit dem Fahrrad zurück. Kombinieren Bürgerinnen und Bürger die beiden Transportmittel, müssen sie jedoch ihr Fahrrad in öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen, da es in Bonn jedoch leider bislang immer noch kein Fahrradverleihsystem gibt. Dies führt bei den anderen Fahrgästen angesichts der oftmals zu den Hauptverkehrszeiten überfüllten Bussen und Bahnen nicht selten zu Unmut.

Da immer mehr Menschen Busse und Bahnen nutzen, müsste das Angebot entsprechend angepasst und hierfür die erforderlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Statt jedoch Taktzeiten zu verdichten und Investitionen in den Fuhrpark und die Infrastruktur zu tätigen, wurden von Verkehrsverbund Rhein-Sieg andere Maßnahmen ergriffen, um das Problem der überfüllten Bahnen zumindest abzumildern. Seit vergangenem Jahr ist es Studentinnen und Studenten nicht mehr möglich, ganztägig kostenfrei ihr Fahrrad in öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen.

Stattdessen wurden die tariflichen Bestimmungen des Semestertickets an die von Job-Tickets und Zeitfahrkarten angepasst, sodass die Fahrradmitnahme nur noch werktags ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen kostenfrei möglich ist. Im Gegensatz dazu sind Bürgerinnen und Bürger, die ein Ticket über den Bonn-Ausweis beziehen, noch schlechter gestellt. Da ein Sozialticket nicht im Abonnement bezogen werden kann, ist eine kostenfreie Fahrradmitnahme leider nicht im Ticket inbegriffen. Aus diesem Grund fordern die Sozialliberalen die Verwaltung dazu auf, mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg in Verhandlungen zu treten, um die Ungleichbehandlung zu beenden.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass ausgerechnet die finanziell Schwächsten für die Fahrradmitnahme ein zusätzliches Ticket lösen müssen, wohingegen dies für andere Fahrgäste zu bestimmten Zeiten kostenfrei möglich ist", so Sebastian Kelm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen. „Da die Probleme im öffentlichen Nahverkehr aufgrund der jahrelangen Unterfinanzierung hausgemacht sind, sollten nicht die Inhaberinnen und Inhaber des Bonn-Ausweises besonders darunter leiden. Aus diesem Grund fordern wir die Verwaltung dazu auf, in Gesprächen mit dem VRS dafür zu sorgen, dass die Ungleichbehandlung beendet wird", so Kelm weiter.

Antrag Fahrradmitnahme im ÖPNV von Inhaberinnen und Inhabern des Bonn-Ausweises

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