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Kosten für Neubau der Viktoriabrücke steigen um mindestens 20 Millionen Euro

Viktoriabrücke

Die Kosten beim Neubau der Viktoriabrücke steigen von ursprünglich kalkulierten 25 Millionen auf 45 Millionen Euro. Damit laufen die Kosten bei einem weiteren Großprojekt in Bonn vollkommen aus dem Ruder. Neben den Mehrkosten bemängeln die Sozialliberalen die Informationspolitik des Oberbürgermeisters. Es ist nicht hinnehmbar, dass Vertreter der Jamaika-Koalition offensichtlich bereits seit längerem von den Problemen wussten, hingegen die anderen Fraktionen erst gestern informiert wurden.

Die Probleme bei der Umsetzung von großen Bauprojekten in Bonn nehmen kein Ende. Wie kürzlich bekannt wurde, wird der Neubau der Viktoriabrücke erheblich teurer als ursprünglich geplant. Demnach werden die Kosten von den veranschlagten rund 25 Millionen auf mindestens 45 Millionen Euro steigen. Neben der aufwendigeren und teureren Brückenvariante, für die man sich im Gestaltungswettbewerb entschieden hat, sind die Mehrkosten hauptsächlich auf zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise die notwendige Verlegung eines alten Kanals, zurückzuführen.

Zwischen den Problemen beim Neubau der Viktoriabrücke und der Sanierung der Beethovenhalle gibt es leider erschreckend viele Parallelen: Bei beiden Projekten waren die Planungen zu Beginn der Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen; beide Großprojekte werden erst mit erheblichen Zeitverzug fertiggestellt werden und bei beiden Projekten lässt die Informationspolitik des Oberbürgermeister - gelinde gesagt – stark zu wünschen übrig.

Die Sozialliberalen haben bereits bei unterschiedlichen Anlässen bemängelt, dass einigen Ratsfraktionen, in den meisten Fällen der Mehrheitskoalition von CDU, Grünen und FDP, bereits Informationen vorliegen, obwohl die kleineren Fraktionen noch im Dunkeln tappen. Der Oberbürgermeister hat zwar stets bestritten, dass einige Fraktionen bezüglich der Weitergabe von Informationen bevorzugt werden, zugleich jedoch versprochen, dass die Fraktionen bei wichtigen Themen schneller informiert werden sollen. Nun zeigt sich bedauerlicherweise ein weiteres Mal, dass dies nur leere Worte waren. Offensichtlich waren Vertreter der Jamaika-Koalition erneut viel früher informiert als alle anderen Ratsmitglieder.

„Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass der Oberbürgermeister Vertreter der Jamaika-Koalitionäre offensichtlich bevorzugt informiert. Aus diesem Grund werden wir das Vorgehen des Oberbürgermeisters durch die Bezirksregierung überprüfen lassen", so Sebastian Kelm, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

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