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Kosten für Beethovenhalle steigen weiter

Mit den umfangreichsten Sanierungsmaßnahmen der Beethovenhalle wurde noch gar nicht begonnen. Dennoch explodieren die veranschlagten Kosten. Es ist noch nicht zu spät, die Reißleine zu ziehen und über Alternativen nachzudenken.

Die Probleme bei der Sanierung der Beethovenhalle nehmen kein Ende. In erster Linie sind hier die explodierenden Sanierungskosten zu nennen. Bei einer ersten Kostenschätzung im Mai 2015 rechnete die Stadt noch mit Ausgaben in Höhe von 56 Millionen Euro, die bis zu dem vom Stadtrat gefassten Baubeschluss im April 2016 bereits auf 60 Millionen Euro gestiegen sind. In weiser Voraussicht weiterer Kostensteigerungen ist in diesem Beschluss sogar ein Worst-Case-Szenario formuliert, das Sanierungskosten von rund 63 Millionen Euro vorsieht.

Es stellte sich jedoch bald heraus, dass auch der im Worst-Case-Szenario veranschlagte Betrag nicht ausreichen wird. In den folgenden Monaten musste die Stadt die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen darüber informieren, dass die Baukosten weiter steigen. In der jüngeren Vergangenheit sind die Hiobsbotschaften quasi im Wochentakt vermeldet worden, sodass die Baukosten nach Kalkulationen der Stadt inzwischen mehr als 70 Millionen Euro betragen werden. Weitere Kostensteigerungen sind nicht ausgeschlossen.

Neben den explodierenden Sanierungskosten gibt es weitere Probleme, mit denen die Stadt zu kämpfen hat. Offenbar gibt es Unstimmigkeiten zwischen der Verwaltung und dem beauftragten Projektsteuerer. Aufgrund von Verzögerungen bei den Planungen und Ausschreibungen ist der geplante Fertigstellungstermin Ende 2018 in Gefahr. Bereits jetzt wird damit gerechnet, dass die Sanierungsarbeiten frühstens im März 2019 abgeschlossen werden können. Dies hätte jedoch zur Konsequenz, dass die Beethovenhalle nicht für Konzerte des Beethovenfest 2019 genutzt werden kann, da es mehrere Monate in Anspruch nimmt, die Halle konzerttauglich zu machen. Es wird darüber nachgedacht, das WCCB über den veranschlagten Zeitraum hinaus als Ausweichspielstätte zu nutzen. Folglich stünde es jedoch nicht für die Durchführung von Kongressen zur Verfügung, womit erhebliche finanzielle Einbußen für die Stadtkasse verbunden sind.

„Leider scheinen sich unsere Befürchtungen zu bestätigen, dass die Sanierung der Beethovenhalle deutlich teurer werden wird als der ursprünglich veranschlagte Betrag. Gleiches gilt für die Instandsetzung der Oper, die demnächst von der Stadt in Angriff genommen werden soll", so Felix Kopinski, Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen. „Da mit vielen Baumaßnahmen noch nicht begonnen wurde, ist es noch nicht zu spät die Reißleine zu ziehen und über mögliche Alternativen nachzudenken. Anstatt weitere Millionen in Prestigeprojekte zu stecken, sollte die Stadt die Sanierung maroder Schulgebäude und Sportanlagen sowie den Ausbau der Kinderbetreuung endlich vorantreiben", so Sebastian Kelm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

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