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Sozialliberale fordern Impfpflicht für Kinder in städtischen Kindergärten

Impfung

Obwohl Impfungen wirksam gegen Infektionskrankheiten schützen, werden immer weniger Kinder geimpft. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bringen die Sozialliberalen einen Antrag in die nächste Ratssitzung ein, der vorsieht, dass nur noch geimpfte Kinder in städtischen Kindergärten aufgenommen werden.

Impfungen zählen zu den effektivsten Maßnahmen, um Infektionskrankheiten zu verhindern. Zwar ist die Impfbereitschaft in Deutschland nach wie vor hoch, jedoch ist die Impfquote in Deutschland in den letzten Jahren in Bezug auf bestimmte Krankheiten stark zurückgegangen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag beispielsweise die Impfquote gegen das Rotavirus im Geburtenjahrgang 2014 nur noch bei 66 %. Im Geburtenjahrgang 2013 waren 150.000 Kinder nicht vollständig und weitere 28.000 Kinder überhaupt nicht gegen Masern geimpft.

Experten erklären die nachlassende Impfbereitschaft mit einer zunehmenden Skepsis gegenüber Impfungen, die teilweise auf Falsch- oder Fehlinformationen zurückzuführen sind. So vertreten Impfgegner die These, dass Allergien oder Autismus durch Impfungen hervorgerufen werden kann. Obwohl sich Forscher in zahlreichen Studien mit dieser Fragestellung befasst haben, konnte diese These wissenschaftlich nicht belegt werden. Darüber hinaus haben laut Expertenmeinung auch die Impferfolge der letzten Jahrzehnte dazu beigetragen, dass sich Menschen aus Nachlässigkeit nicht mehr Impfen lassen.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) seit Langem eine gesetzliche Impfpflicht. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, bringen die Sozialliberalen einen Antrag in die nächste Ratssitzung ein, der vorsieht, dass nur noch geimpfte Kinder in städtischen Kindergärten aufgenommen werden. Kinder, die aus medizinischen Gründen (z. B. aufgrund einer Immunerkrankung) nicht geimpft werden können, sind von dieser Regelung selbstverständlich ausgenommen.

„Immunsysteme von Kindern sind noch nicht so widerstandsfähig wie von Erwachsenen. Deswegen sind sie einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, an Infektionskrankheiten zu erkranken. Wie die Vergangenheit zeigt, sind Impfungen eine sehr effektive Maßnahme, um Krankheiten wie Masern einzudämmen", so Sebastian Kelm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

„Statistiken zeigen jedoch, dass die Impfbereitschaft in Deutschland zurückgegangenen ist. In den letzten Jahren konnte man vermehrt Berichte über Ausbrüche von Krankheiten lesen, die in Deutschland fast schon als ausgerottet galten. Mit einer Impfpflicht für Kinder in städtischen Kindergärten wollen wir dieser Entwicklung entgegenwirken und der Fürsorgepflicht für unsere Kinder nachkommen", so Kelm weiter.

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