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Geplanter Wertstoffhof: Beuel-Ost droht der Verkehrskollaps

In der kommenden Ratssitzung müssen sich die Stadtverordneten mit einer Verwaltungsvorlage befassen, die den Verkauf des Grundstücks der Beueler Markthallen an der Röhfelderstraße an bonnOrange vorsieht. Zum Ärgernis vieler Kommunalpolitiker wurde Ende August bereits ein Kaufvertrag geschlossen. An dem Standort soll laut bonnOrange ein Betriebs- und Wertstoffhof sowie ein Salzlager für den Winterdienst entstehen.

Die Sozialliberalen lehnen das Vorhaben aus mehreren Gründen ab: Erstens weil mit der Errichtung eines Wertstoffhofes die Pläne konterkariert werden, auf dem Gelände der Halle Beuel eine Kulturmeile zu schaffen. Noch vor wenigen Wochen hat Kulturdezernent Martin Schumacher das Ziel ausgegeben, an der Siegburger Straße eine Art Kulturquartier mit Einrichtungen für Kultur und Kreativwirtschaft zu etablieren. Durch einen Verkauf der Markthallen wären diese Pläne zum Scheitern verurteilt. In erster Linie weil das Pantheon, das nach langen und schwierigen Verhandlungen erst vor kurzem den Spielbetrieb in Beuel aufgenommen hat und gewissermaßen das Herzstück der Kulturmeile darstellt, nach diesem neuerlichen Vertrauensbruch bereits angekündigt hat, bei der Umsetzung der Pläne den Standort in Beuel wieder aufzugeben.

Darüber hinaus würde ein Verkauf der Markthallen eine Schwächung des Gewerbestandorts Beuel bedeuten. Auf dem Gelände sind momentan zwölf Firmen angesiedelt, die sich nach einem Verkauf des Grundstücks nach einem neuen Standort umsehen müssten. Angesichts der ohnehin knappen Gewerbeflächen in Bonn könnte dieser Umstand das Ende für manche Betriebe und der Verlust von etlichen Arbeitsplätzen bedeuten.

Zu guter Letzt stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der Wertstoffhof auf die Verkehrssituation hat. Es ist zu erwarten, dass täglich tausend Privatwagen sowie diverse Lastwagen den Wertstoffhof ansteuern. Hinzu kommen die Lastwagen von bonnOrange, die die gesammelten Wertstoffe abfahren müssen. Auf den ohnehin schon verstopften Straßen rund um das Gewerbegebiet Beuel-Ost droht der Verkehrsinfarkt.

Zweifellos benötigt Beuel einen Betriebs- und Wertstoffhof und ein Salzlager, damit der Winterdienst zuverlässig geleistet werden kann. Laut bonnOrange sind die Markthallen der einzige Standort in Beuel, der als Betriebs- und Wertstoffhof geeignet ist. Diese Aussage bezweifeln die Sozialliberalen, da etliche Alternativstandorte überhaupt nicht geprüft worden sind. Eine Prüfung von anderen möglichen Standorten ist zwingend notwendig.

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