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Beethovenhalle: Kein Denkverbot bei wirtschaftlichen Alternativen – Sozialliberale fordern Prüfung von Neubau

Beethovenhalle Bonn

Die Probleme bei der Sanierung der Beethovenhalle nehmen kein Ende. Nachdem die veranschlagten Kosten bis jetzt um rund 27 Millionen gestiegen sind, wurde kürzlich bekannt, dass der Konzertsaal aufgrund weiterer Verzögerungen erst Mitte 2020 fertiggestellt werden wird und somit nicht als Spielstätte während des Beethovenfests 2020 zur Verfügung steht. Die Sozialliberalen fordern den sofortigen Stopp der Bauarbeiten und die Prüfung von wirtschaftlichen Alternativen.

Im April 2016 wurde die Sanierung der Beethovenhalle mit den Stimmen der Jamaika-Koalition beschlossen. Obwohl es bereits damals Zweifel gab, ob der prognostizierte Kostenrahmen aufgrund der üblichen Unwägbarkeiten bei Projekten dieser Größe tatsächlich eingehalten werden kann, wurden kritische Stimmen beiseite geschoben. Laut ursprünglicher Planung sollten die Arbeiten Anfang 2019 abgeschlossen werden, damit bis zu Beginn des Jubiläumsjahres noch ausreichend Zeit bleibt, um beispielsweise eine Feinjustierung der Akustik vorzunehmen. Seitdem sind jedoch nicht nur die veranschlagten Kosten von zunächst rund 53 Millionen auf inzwischen rund 80 Millionen Euro gestiegen, sondern ist mittlerweile auch bekannt geworden, dass die Bauarbeiten möglicherweise erst Mitte 2020 abgeschlossen werden können.

Als der Sanierungsbeschluss gefasst wurde, war ein gewichtiges Argument, dass die Beethovenhalle als zentrale Spielstätte für die Konzerte während des Beethovenfests dienen soll. Da die Feierlichkeiten nun allem Anschein nach ohne die Beethovenhalle stattfinden werden, muss die Sanierung angesichts der bisherigen Kostensteigerungen erneut komplett auf den Prüfstand gestellt werden. Zwar sind bis jetzt bereits 10 Millionen verbaut und Aufträge in Höhe von 50 Millionen Euro vergeben worden, bei Vertragsauflösungen müssten hiervon jedoch allenfalls die Arbeits- und nicht die Materialkosten getragen werden. Da ein Neubau an gleicher Stelle trotz der bisherigen Ausgaben letztendlich möglicherweise wirtschaftlicher ist, fordern die Sozialliberalen den Stopp der Bauarbeiten. Angesichts der ebenfalls anstehenden kostspieligen Instandsetzung der Oper soll die Verwaltung zudem prüfen, ob der Bau einer gemeinsamen Spielstätte von Beethovenorchester und Oper am Ort der Beethovenhalle möglich ist.

„Die Beratungen über die Sanierung der Beethovenhalle wurden aufgrund des anstehenden Beethovenfests in 2020 unter großen Zeitdruck geführt. Gleiches droht, wenn demnächst über die Zukunft der Oper diskutiert wird", so Sebastian Kelm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen. „Obwohl bis jetzt bereits einige Millionen in die Sanierung der Beethovenhalle investiert worden sind, müssen die Arbeiten nicht um jeden Preis abgeschlossen werden. Stattdessen sollten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch Alternativen in Betracht gezogen werden, beispielsweise ein Neubau oder eine gemeinsame Spielstätte von Beethovenorchester und Oper", so Kelm weiter.

Antrag Sanierung Beethovenhalle

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