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Ausfälle auf den Linien 61 und 62: SWB muss Notfahrplan entwickeln

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In letzter Zeit ist es vermehrt zu Ausfällen von Straßenbahnen der Linie 61 und 62 gekommen. Laut den Stadtwerken Bonn hat der erhöhte Reparaturbedarf der in die Jahre gekommenen Straßenbahnen zu einer Überlastung der Werkstätten geführt. Um die Zugausfälle auf ein Minimum zu reduzieren, haben die Sozialliberalen die Stadtwerke in einem Antrag damit beauftragt, ein Konzept für einen Notfahrplan zu entwickeln.

Verspätungen sind im öffentlichen Nahverkehr an der Tagesordnung. Aufgrund zahlreicher Baustellen – insbesondere der Sperrung der Maximilianstraße – können die Stadtwerke jedoch nur bedingt für die Verzögerungen im Betriebsablauf verantwortlich gemacht werden. Es liegt jedoch zweifelsfrei in der Verantwortung der Stadtwerke, für die Einhaltung des Fahrplans zu sorgen. Zuletzt ist es jedoch bedauerlicherweise vermehrt zu Ausfällen von Straßenbahnen der Linien 61 und 62 gekommen. Teilweise sind sogar mehrere Fahrten nacheinander ausgefallen, sodass sich die Wartezeiten an den Haltestellen verdrei- oder vervierfacht haben.

Nach Angaben der Stadtwerke sind im Wesentlichen der überalterte Fahrzeugbestand im Fuhrpark verantwortlich. Da ältere Fahrzeuge störanfälliger sind, ist es in Folge des erhöhten Reparaturbedarfs zu einer Überlastung der Werkstätten gekommen. Da der Fuhrpark erst bis 2020 erneuert werden soll, ist kurzfristig keine Verbesserung der Situation zu erwarten. Angesichts der prognostizierten Verkehrszunahme sowie den geplanten Großprojekten könnten Verspätungen und Zugausfälle in Zukunft sogar noch zunehmen.
Die Sozialliberalen haben aus diesem Grund einen Dringlichkeitsantrag in den Planungsausschuss eingebracht, mit dem die Stadtwerke beauftragt werden, einen Notfahrplan auszuarbeiten. „Mit dem Notfahrplan soll sichergestellt werden, dass genügend Straßenbahnfahrzeuge zur Verfügung stehen, sodass während Hauptverkehrszeiten größere Taktlücken und außerhalb von Stoßzeiten Ausfälle ganz vermieden werden", so Valentin Brückel, verkehrspolitischer Sprecher der Sozialliberalen.

Zwar soll der Fuhrpark zukünftig zwei Fahrzeuge mehr umfassen, angesichts des erwarteten steigenden Fahrgastaufkommens und der damit erforderlichen Erhöhung der Taktfrequenz wird dies jedoch nicht ausreichend sein. Der Stadtrat hat es im vergangenen Jahr versäumt, die Anschaffung von mehr Straßenbahnen mit höheren Kapazitäten zu beschließen. „Für die Fahrgäste bedeutet das, dass sie auch zukünftig mit Zugausfällen rechnen müssen. Immerhin müssten sie sich inzwischen zumindest an die überfüllten Straßenbahnen gewöhnt haben", so Brückel weiter.

Dringlichkeitsantrag Notfahrplan Straßenbahn

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