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„Pick up" in Bonn – Suchtkranke integrieren und Perspektiven aufzeigen

Müllmann (© netkids, public domain)

Seit einiger Zeit gibt es in Essen bereits das Projekt „Pick up", in dem Suchtkranke auf freiwilliger Basis die Innenstadt durchqueren, um Straßen und öffentliche Plätze von Müll zu befreien. Im Gegenzug erhalten sie eine Vergütung und drei Biere nach dem Arbeitsende. Obwohl dieser Ansatz für bundesweites Aufsehen und kontroverse Diskussionen gesorgt hatte, lässt sich nach mehreren Jahren feststellen, dass er offensichtlich erfolgreich ist.

Dass die Innenstadt sauberer ist, ist dabei jedoch nur ein Nebeneffekt. Viel wichtiger ist, dass die Teilnehmer durch die Maßnahme einen strukturierten Tagesablauf bekommen und sich nach eigenen Aussagen durch ihre Mitarbeit wieder als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft fühlen. Zudem verzichten die Teilnehmer trotz ihrer Sucht während der Arbeitszeit nicht nur auf das Trinken, viele nehmen sogar das ihnen zur Verfügung gestellte Bier nicht in Anspruch.

Das Projekt findet nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern positive Resonanz, sondern auch bei den Hilfsbedürftigen. Die hohe Nachfrage hat leider dazu geführt, dass die Alkohol- und Drogenabhängigen maximal für zwei Jahre in dem Projekt mitarbeiten dürfen. Laut Essener Suchthilfe konnten einige Teilnehmer durch die Maßnahmen den Weg in ein normales, suchtfreies Leben mit festen Wohnsitz zurückfinden.

„Das oberste Ziel muss es sein, die Suchtkranken wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Dass darüber hinaus die Innenstadt sauberer wird, ist ein schöner Nebeneffekt", so Sebastian Kelm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Sozialliberalen.

Die Sozialliberalen haben einen Prüfauftrag in den Sozialausschuss eingebracht, um festzustellen, ob das Projekt in Bonn durchführbar, sinnvoll uns erfolgversprechend ist.

http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/pdf/18/1810128.pdf

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